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Farbfeldmalerei

Jede sich während des Malvorgangs herausbildende Farbnuance orientiert sich in ihrem Entstehen an den schon vorhandenen Farbfeldern, beeinflusst diese und provoziert eventuell deren erneute Veränderung, was wiederum eine Rückwirkung hat.
Langsam entwickelt sich ein Farbenrhythmus.

Ich setze jeweils drei Farbfelder zueinander in Beziehung, denn die Dreizahl als kleinste Vielheit, als vertrackte Komplikation, empfinde ich als besondere Herausforderung.

Das ist ein langwieriger Prozess, denn eine Farbe stellt sich immer quer, d.h. eine Farbe ist immer "die Dritte", die jeweils das ganze Bild in Frage stellt, das dann erlischt, zerfällt oder langweilt.
Der "dritten Farbe" kommt also die Schlüsselrolle zu. Sie hat störenden oder auch verbindenden Charakter. Sie gibt dem Bild Irritation oder auch Halt.

Wenn ich eine Farbe ändere, gebe ich auch den beiden anderen ein neues Gewicht, einen anderen Charakter. Sobald es jedoch keine dritte Farbe mehr gibt, sondern drei Farben, kommt Spannung in das Bild. Die drei Farben korrespondieren miteinander und das Bild gewinnt neue Qualitäten.
Es explodiert, ruht, lärmt oder greift an.